Home
News
History
Meetings
2015
2014
2013
2012
2011
2010
Schloss Dyck 09
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002
2001
Specials
Racing
Personal notes
Restoration
Technical Tips
Advertisement
Gallery
Wanted/For Sale
Model Cars
Cartoons
Guestbook
Links
Members only
   
 


Rekordverdächtige 13 Fahrzeuge des FIAT 2300 S Coupé, eine FIAT 2300 Berlina und ein FIAT Coupé als modernes Familienmitglied trafen sich Anfang Mai 2013 in der Nähe von Bamberg auf Schloss Weißenstein in Pommersfelden. Offiziell startete die Veranstaltung erst am Samstag den 4. Mai, aber bereits am Donnerstag hatte sich ein harter Kern der S Coupé Truppe zusammengefunden und im Nachbarort abends gutbürgerlich gegessen und Benzingespräche zu Rauchbier geführt. Sehr anregend war der neue und nette Kontakt zu den Freunden vom Abarth-Museum in Lier/Belgien, Let und Guy sowie Sabine und Guido, die mit einem von Guys roten Rallye-Coupés angereist waren. Als wir nach dem Abendessen zu später Stunde im Hotel ankamen, waren unerwartet Margrit und Gottfried aus der Schweiz angereist und suchten verzweifelt ins Hotel zu kommen, denn dort war offensichtlich schon alles dicht, da sie erst für den nächsten Abend avisiert waren. Aber unsere Organisatoren haben sowohl den Zimmerschlüssel als auch 20 Flaschen Bier auftreiben können, um uns für die kommenden Tage einzustimmen.

Wie immer war das Treffen international: Schweiz, Österreich, Belgien, Niederlande (ohne Auto) und Deutschland waren vertreten.





Am Freitag haben sich dann 6 Fahrzeuge zusammengefunden, um unter der ortskundigen Führung von Rudi die Fränkische Schweiz zu erkunden: Rudi selbst fuhr mit seinem weißen S Coupé  - wie seit 45 Jahren gewohnt -  vorneweg durch die Täler und zwischen den Felsen der wunderschönen Gegend.

Apropos Rudis Auto: Wenn man seinen Motorraum betrachtet, glaubt man nicht, dass der Wagen schon einmal gefahren wurde! Polieren ist Rudis Spezialität!Sogar der Kühler ist vergoldet.....!?

Damit der Abarth-Schriftzug auf die Zündkabelabdeckung passte, musste er ihn der Länge nach aufschneiden und einen 2 cm breiten Blechstreifen einfügen!









Eines der Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz: die Felsengruppe in Tüchersfeld


Kaffeepause haben wir in Gößweinstein gemacht (ihr erinnert Euch, der lustige Kellner) , aber natürlich erst nachdem wir die Basilika besichtigt hatten.

Rudi hatte uns nicht nur eine tolle Tour ausgearbeitet, sondern sie auch noch erstklassig dokumentiert, wer also die Fränkische Schweiz näher kennenlernen will, kann seine Routenbeschreibung HIER als PDF-Dokument herunterladen. Copyright natürlich bei R.!

Oberhalb der Sophienhöhle liegt die Burg Rabenstein, auf der gerade eine Fernsehserie gedreht wurde. Uns haben aber mehr die Autos beeindruckt.

Nicht nur Fahren war angesagt, auch Aktivität, und so stiegen wir mutig in die Tiefen der Sophienhöhle, wo bekanntlich die übellaunigen Höhlenbären lauern, zwei konnten wir dabei bereits vor der Höhle entdecken, ein weiteres Prachtexemplar begegnete uns dann drinnen.

In der Sophienhöhle auf der Flucht vor dem Höhlenbären.

Wer ist denn jetzt im Käfig und wer draußen? Ich bin ein Star, holt mich hier raus!!!

Hans-Dieter hat von all diesen kulturellen Höhepunkten wie auch am Samstag leider nichts mitbekommen können, denn er hatte Rücken, aber so richtig! Bewundernswert, wie er trotzdem das Programm durchgestanden hat!

Sag niemals nie – das beherzigte auch Dieter, wie immer mit Rainer im Ghia 2300 S Cabrio unterwegs, und bestellte sich mutig eine geräucherte Forelle, bekanntlich ein Fisch, und Dieter isst  -- niemals  -- Fisch! Ehrlich wie er ist, hat er zuhause dann gebeichtet, dass die Forelle richtig gut geschmeckt hätte, woraufhin er montags gleich  --  was wohl: Fisch zum Mittagessen serviert bekam. Shit happens!

Apropos Rainer, der der das hier so schreibt: danke dass der Strom von Häme und Spott ausgeblieben ist, denn so ca. 4 selbstverschuldete Pännchen waren etwas viel für ein einziges Treffen. Besonders HD gilt meine Hochachtung: der Verfechter der roten mechanischen Benzinpumpe, die einer Lada-Pumpe für 16 Euro verdammt ähnlich sieht (mit garantierten 150.000km Laufleistung und 2 Jahren Garantie) --   (danke an Guy für den Hinweis!), und die er von einem Club-Kameraden als Eigenentwicklung für 100 Euro gekauft hatte, hat generös geschwiegen, als meine massiv propagierte elektrische Benzinpumpe am Freitag nach 10 km versagte, weil ein chinesisches Relais in der selbstgebastelten Sicherheitsschaltung den Dienst aufgab, weil der FIAT-Öldruckschalter ..... aber das würde zu weit führen. Und der Scheibenwischer, der an einem Cabrio eigentlich völlig unnötig ist, sollte wohl doch, so musste ich einsehen, ab und zu bei Regen funktionieren, aber wenn die Masse ........  erneut muss ich mich bremsen.

Und Nr. 3 war der elektrische Fensterheber, der sich bei vollständig geöffneter Scheibe nicht mehr zum Schließen derselben bewegen ließ.Vereinsamt und völlig unauffällig musste das Cabrio ganz nah an der Wand geparkt werden, damit niemand die geöffnete Seitenscheibe sieht...

Na ja und Nr. 4 waren dann meine springenden Hinterräder auf der Rückfahrt: HD: „Du, kann es sein dass Dein rechtes Hinterrad eiert?“ und Hartmut: „Dein linkes Hinterrad hüpft so etwa 5 cm rauf und runter, dass die Fahrer sowas nicht merken....“ Und man hat ja Ahnung von der Technik und baut beide hinteren Stoßdämpfer aus ...... und wundert sich, denn beide sind top in Ordnung, nur die Sch...-Avon-Reifen haben 1,5 cm Höhenschlag und Beulen auf der Lauffläche, weil sie lieber stehen als sich drehen.

Aber wirkliche Pannen sind anders, alle Autos und ihre Besatzungen blieben letztlich zusammen. Am Freitagabend  waren dann  (fast) alle da und wir haben intensive Benzin- und Beziehungsgespräche geführt – wo könnte es anders sein – beim Italiener Gino im Nachbarort Steppach. Auch Rudis Familie, Gundhilde und Doris waren dabei und wir staunten alle, dass die Küche es schaffte, alles Essen gleichzeitig auf den Tisch zu bringen, na ja, gut, bis auf das von Matthias, der hat halt ein halbes Stündchen länger warten müssen, aber, wie bereits gesagt: shit happens! Die haben dort übrigens ein Super-Taxi-Unternehmen, das heißt Thomas, und das schafft die Strecke Schloss-Restaurant in 3 Minuten, ohne Raucher-Zwischenpause!

Stichwort Raucher: So viele waren es ja nicht mehr, Joachim, Thomas, Hartmut und: Gottfried – nein, der nicht mehr seit zwei Jahren, oder drei? Seitdem ist er immer vor Margrit abfahrbereit am Auto, da kann man sehen, was Nichtrauchen bewirkt!

Lobenswert auch das Engagement einiger nicht genannter Kollegen, die es immer schafften, trotz eigentlich schon geschlossenem Restaurant irgendwo noch etwas trinkbares aufzutreiben. Und dennoch: Am nächsten Morgen waren alle wieder pünktlich zum Frühstück und zur Abfahrt da, danke an das Organisationsteam Hans-Dieter und Hartmut!

So richtig offiziell ging‘s dann am Samstagmorgen los, und da waren dann auch Günter und Tjeerd mit dabei, die rechtzeitig zum Frühstück eintrudelten, auch mit einem FIAT Coupé, aber nicht mit Günters Ölsardine, sondern mit einem modernen. Und da Günter unser langjährig bewährter Pechvogel ist, hat er Tjeerd gleich mit reingezogen und Rumms! den Kofferaum zugeknallt. Leider befand sich jetzt Tjeerds Jacke mit Handy und Autoschlüssel darinnen und die Türen waren leider noch nicht aufgeschlossen...... Mal hören wie lange der ADAC gebraucht hat und ob die beiden schon zuhause sind!

Zunächst war da nur Regen, der außer einem gewissen Cabriofahrer niemandem etwas ausmachte, dann aber das absolute Highlight des Treffens, die Führung von Leo Aumüller durch seine Abarth-Sammlung!







Abarth wohin das Auge blickt, Leo ist zu beneiden!

Dort hatten sich auch zwei S Coupé aus der Region eingefunden und ein Kundenfahrzeug stand bei Leo auf der Bühne. Für die Zeit und Mühe und die vielen beeindruckenden Geschichten bedanken wir uns bei Leo und seiner Tochter Margit ganz herzlich!





Bernd begutachtet schon mal mit gewohnt positiver Einstellung die "Gurke".

Dieser kleine Giftzwerg hat die Frisuren der Dahinterstehenden ganz schön durcheinandergewirbelt, als Leo den Motor anließ. Am nächsten Morgen fuhren wir bei der Rückfahrt wieder durch Schönbrunn -- und wer kam uns da entgegen? Leo und Margit mit dem babyblauen Double Bubble, den er noch 500 km einfahren wollte, ehe er ihn an den Kunden übergibt.

11 S Coupé parken vor Leos Werkstatt, Guy und Freunde sind mit Ihrem roten Coupé gerade abgefahren und in der Werkstatt stand noch das 13. Coupé.

"Hände in die Taschen" lautete Günters Kommando, als wir mitten durch die Regale mit all den sammelwürdigen Ersatzteilen geführt wurden....

Leider hat es unser Bamberger S Coupé Kollege, der sich in unsere Kolonne eingereiht hatte, nur 100m weit von Leo’s Werkstatt geschafft, dann – man wagt es kaum zu sagen – streikte die Benzinpumpe....

Während wir durch die heiligen Hallen geführt wurden, hat HD aufgrund seiner Rückenprobleme eine Stunde lang den von Hartmut gespendeten Serrano-Schinken in 0,7 mm dicke Scheiben geschnitten, das Baguette getoastet und den Rotwein geöffnet, nur um dann festzustellen (Radio Eriwan lässt grüßen), dass „Fiat-Fahrer Schinken schneller essen als HD Schinken schneiden!“ Analoges gilt zumindest für den (italienischen) Rotwein.

Nach dem Besuch bei Leo in Schönbrunn mussten unsere belgischen Freunde leider schon wieder abreisen, da sie am Wochenende noch eine eigene Veranstaltung hatten, und auch Matthias, der mit dem Wagen seines Vaters gekommen war, trat die Heimreise an.

Manfred war auch am Freitagabend eingetroffen, schneller als sonst, denn er hatte eine Radkappe links hinten weniger zu schleppen. Und Gerd und Gottfried hatten dann auch gleich etwas zu tun, denn der Leerlauf von Manfred‘s Coupé war nicht normgerecht. Gerd schnappte sich den Schraubendreher und wollte loslegen, hatte aber keine Chance gegen Gottfrieds Schnüffel-Technik, der in Ermangelung eines CO-Testers die Auspuffgase hinten nasenmäßig einsog, um die Leerlaufgemischschrauben vorne optimal anzupassen. Und trotzdem waren auch Gottfried und Margrit rechtzeitig am Freitag beim Italiener.

Zurück zur Samstag-Tour: Als wir bei Leo losfuhren hatte der Nieselregen aufgehört und später hat uns sogar die Sonne den Pelz gewärmt. Wir sind in Bamberg unter Rudis Führung in das Park-und-Ride-Parkhaus gefahren, d.h. wir wollten, aber da war zunächst ein 10-minütiger Stau von FIAT-Fahrzeugen, da die Parkautomaten, die gleichzeitig auch das Busticket auswerfen sollten, zwar gerne das Geld schluckten, aber keine Tickets ausgaben. Also fuhren wir erst mal ohne Ticket rein und haben danach den Automaten überredet, doch eine gewisse Anzahl von Tickets auszugeben, die wir für die Busfahrt behielten, denn wir sollten sie dem Busfahrer vorzeigen. GUTER TRICK der Stadt Bamberg, denn als wir wieder zu den Autos zurückkamen, hatte jedes einen Strafzettel über sage und schreibe 30 Euro am (meist funktionierenden) Wischer, und das obwohl wir alles ordnungsgemäß gezahlt hatten. Für Lupenträger war dann auch erkennbar, dass einige der Park/Buszettel nicht für den Bus waren, sondern in das Auto hätten gelegt werden sollen müssen... und so. Das Bamberger System hat jedenfalls eindeutig die intellektuellen Fähigkeiten normaler S Coupé Fahrer überfordert. Mal sehen ob Schulmeister Rudi oder Tochter Doris das noch für uns retten kann, denn wie viel Bier oder Wein hätten wir für die 30 Euro mehr trinken können...

Noch unbelastet von der Strafzettelaktion haben unsere Stadtführer Doris und Rudi uns kompetent durch die schöne Bamberger Innenstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten geführt: altes Rathaus, Regnitz, Neue Residenz, Dom, Schlenkerla – um nur die Highlights zu nennen.

Das Alte Rathaus von Bamberg mitten im Fluss

Die neue Residenz gegenüber dem Bamberger Dom, der Fürstbischoff, der auch Schloss Pommersfelden errichtet hat, hat sich seine Existenz damals wirklich etwas kosten lassen!

Gottfried übt sich schon mal in den fränkischen Landessitten: beim Schuhplatteln  --  oder war das eine bayrische Sitte?  ----ooooohhh schwerer Fehler!

Wir lauschen und folgen immer der gelben Kappe....

Auf der Rückfahrt von Bamberg hatte Rudi noch eine besondere Überraschung für uns bereit, nein, nicht die Strafzettel.....
In seinem Heimatort Burgebrach mit nicht einmal 6.500 Einwohnern war am gleichen Tag ein Fest des örtlichen NSU-Motorradclubs, bei dem Rudi eigentlich hätte dabei sein müssen (deutsches Sprach schweres Sprach). Also lotste er uns kurzerhand zur Festhalle des Clubs, aus der die Musik sogar die Ansaug- und Auspuffgeräusche unserer S Coupés übertönte.

Und was sich als kleine Ansammlung von ein paar alten Motorrädern erwarten ließ, zeigte sich als Aufmarsch von vielleicht 50 oder mehr vorwiegend alten NSU Maschinen in einer Volksfest-Atmosphäre mit lecker Bier, Essen, Kaffee und Kuchen für die ganze Familie! Respekt!

Und auf meine vorsichtige Frage, ob den die Motorräder nun aus ganz Franken oder gar Bayern zusammengezogen worden waren, lautete die Antwort: Nööö, die sind praktische alle hier aus Burgebrach.






Danke für das herzliche Willkommen, das wir mit einem riesigen NSU-Einzylinder feiern durften!






Und so kam Rudi doch noch zu seinem Bierzapfen....






Wer sich dahinter versteckt, wird nicht verraten!

Am Samstagabend stand dann das Schlossbüffet an, Essen bis zum Abwinken und zu Trinken gab‘s auch genug. Hans-Dieter hat sich dann bei Gottfried über die Strumpfbüchsen kundig machen lassen, etwas, was man wohl irgendwo beim S Coupé braucht, um... na ja so genau weiß ich das auch nicht mehr, mal HD fragen.

Und wenn der Schein nicht trügt, so hatten auch die mitgereisten Mädels trotz der autophilen Männer ihren Spaß, nicht zuletzt dank des ausführlichen Kulturteils unter Rudis Anleitung. Marion hatte neben Hans-Dieter diesmal nicht unter Ölschwaden im Innenraum zu leiden, und war demzufolge das ganze Wochenende vergnügt, genauso wie Margrit, Monika, Romy, Hannelene, Sabine, Monika, Let, Gundhilde und Doris!  

Hartmuts Michelotti war eigentlich erste Wahl, um damit zum Treffen zu fahren, aber eine Vergaserdichtung hielt nicht was der Name versprach, nämlich dicht, und so musste er diesmal zuhause warten...

So ging wieder ein Treffen zu Ende, das den Teilnehmern sicher in dauernder Erinnerung bleiben wird.

Als dann am Sonntagmorgen nach dem gewohnt reichhaltigen Frühstück zur Heimfahrt geblasen wurde, dachte sich Michael aus Graz: da schaue ich doch erst mal nach dem Ölstand und zog unerschrocken den Ölmessstab aus den Tiefen des Motorraums: Ölstand ok, und nun zurück damit in die Ölwanne........ aber wo ist das Loch???? Michael und Sohn Tobias fanden es nicht, Dieter und Hartmut auch nicht, Rainer ahnte zwar die richtige Stelle  --  doch was war das: da war ja eine Servopumpe im Weg! S Coupé mit Servolenkung?? Das gab ja nicht – oder doch? Das Auto hat ja auch ein scheinbar originales Webasto-Schiebedach. Frage an Michael: Geht Deine Lenkung leicht? Antwort: Weiß nicht...!? Also ausprobiert und Motor angelassen, tatsächlich, der Glückliche hat eine Servolenkung und weiß es nicht!!! Also scheint es sie doch gegeben zu haben, denn das Auto hat ein Nardi-Lenkrad und kann daher nicht die Lenksäule der Limousine haben, die ja bekanntlich die Servo als Extra hatte. Noch Fragen offen – klar, Thomas hat mit Hilfe seiner Taschenlampe das Loch für den Ölmessstab gefunden.

A la prossima volta!

Rainer Schön