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Das lange Wochenende vom 30.04. – 03.05.2015 war schon im Vorfeld mit viel Vorfreude erwartet worden. Die Nahe als Weinanbaugebiet lockte ebenso wie das perfekte Programm der Familie Landau. 

Mit insgesamt sechzehn 2300 S-Coupés und zwei 2300 Limousinen von Joachim und Manfred,  plus dem Alfa Montreal von Thomas1, genannt Tom, dem Triumph TR4 von Ur-Mitglied Bernd, dem Alfa Spider von Werner und Hannelore sowie dem Fiat 130 Coupé von Mathias, gab es in Bad Sobernheim zum 24. IG-Treffen einen Teilnehmerrekord zu vermelden.


Wenigstens kommen Toms Autos aus dem gleichen Konzern...

bei der Linienführung kann selbst ein 2300 S Coupé Fan schwach werden. Mathias' 130 Coupé

Und wenn Neuzugang Wolfgang (links) aus Neuss vorher bei seinem Coupé den Tank vom Rost befreit hätte, dann wäre es sogar noch ein ausgefallenes Coupé mehr geworden.

Dass unser Fiat immer mehr Liebhaber in seinen Bann zieht, das zeigt sich an den vielen weiteren Neuzugängen. Dazu gehören:
Christoph aus Hilden,
Jens und Lissi aus Neuss,  
Detlef und Anja aus Coswig (diesmal mit 2300S),
Niels und Maria aus Schenefeld und
Johannes, der sein S Coupé schonte und mit einem Mini da war.

Unser Alt-Mitglied Xaver "Deutschland" hat leider ganz kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen, alles Gute, Xaver!

Mit letztmaliger Sondergenehmigung waren Thomas2 und Monika aus Neubukow wie immer ohne S Coupé dabei. Dafür brachten sie Schwiegervater/Vater Gerhard mit, der sich nächstes Jahr auf dem Rücksitz des dann fertigen S Coupés vergnügen kann.

Internationalen Glanz brachten selbstverständlich Gottfried und Margrit aus der Schweiz.......

.... und Hans und Julia aus Holland in die Runde.

.....oder waren es doch Romeo und Julia??

Die Anreise am Donnerstag war vor allem eines: ganz schön nass. So lernte Christoph gleich mal die überschaubaren Dichtungsqualitäten der 2300er-Fensterecken kennen. Dank dem Badehandtucheinsatz einer Großfamilie hat er es dann doch mit fast trockenen Füßen bis ans Ziel gebracht.  Hartmut und Anette setzten in ihrem Coupé-Neuzugang auf die kuschelige Wärme einer Innenraumausstattung aus Lammfell. Und dass man auch mit nur fünf Töpfen bis ans Ziel kommen kann, stellte Jens unter Beweis. Wer hat schon Reserve-Zündkerzen dabei..... da war doch mal was am Schlumpf-Museum in Mulhouse, Breisgau-Treffen 2011....

Ganz entspannt auf dem Anhänger brachte Niels sein Schmuckstück an die Nahe.

So feucht wie die Anreise äußerlich war, ging es dann auch abends innerlich weiter. Im Hotel Niederthäler-Hof wurde nicht nur vorzüglich gespeist, sondern auch schon mal die Nahe-Weinqualität ausgiebig getestet, wie hier Hugo und Ursula. Ihr S Coupé hat eindeutig den besten Sound, es war ein Vergnügen hinter ihnen durch die Tunnel zu fahren. Ok, Hans-Dieter, deiner klingt auch nicht ganz schlecht...

Am nächsten Morgen ging es dann endlich los. Auf dem Parkplatz vor dem Hotel trafen sich alle zur morgendlichen Fahrerbesprechung.

Die Organisatoren Elke, Dieter und Mathias hatten als erste Zielstation direkt ein echtes Highlight ausgewählt: das pfälzische Turmuhren-Museum in Rockenhausen. Der Weg dahin: ein landschaftlicher Genuss.

Unser 2300er-S-Motor hat ja schon einiges an technischer Raffinesse zu bieten. Aber wenn man dann mal sieht, mit welcher Komplexität Turmuhren und diverse andere Uhrenmodelle bis hin zur astronomischen Uhr schon vor hunderten Jahren aufgebaut waren, dann kann man vor dieser Uhrmacherkunst nur den Hut ziehen. Insgesamt 50 Turmuhren – die größte ganze 3 Meter hoch – entfalteten einen ganz eigenen Zauber.
Gleiches lässt sich vom wunderbaren Pfälzer Dialekt der originellen Museums-Präsentatorin sagen.














Ach

Gottle,

was

isch

der

Turm

hoch.......

Nach dieser prallen Ladung Wissen gab es eine vorzügliche Stärkung in Buffetform aus Elkes Museumsküche.   Dass die Landaus nicht nur vorbildlich ihre Gäste verkosten können, sondern auch in Sachen Oldtimer einem schnell ein „wow“  auf die Lippen zaubern, davon konnten wir uns an der nächsten Station überzeugen: dem Oldtimer-Museum. Davor versammelten sich zunächst einmal in Reih und Glied alle 2300 S-Coupés.


Schnell war dabei festzustellen, dass die Trendfarbe des Jahres wohl silber sein muss. Leider hatte es Thomas3, der mit der Traudel reist, mit seinem bis zur letzten Schraube perfekt restauriertem zweiten Coupé nicht auf eigener Achse bis dorthin geschafft. Der Problembär war in der elektronischen Zündanlage schnell gefunden, die passende Zündpule jedoch nicht (wer hat schon eine elektronische Zündanlage dabei....). Die Rückreise Richtung Bayern ging dann nach dem Wochenende entspannt mit dem Huckepack-Shuttle-Service vom ADAC vonstatten. Man sieht mal wieder:  nicht die originale FIAT-Technik hat versagt, sondern der moderne Elektronik-Mist!

Fast schon Showroom-Qualität hatte inzwischen auch die 2300er Limousine mit der Manfred, der aus Braunfels angeknattert kam und den Coupé-Reigen ergänzte. Wer letztes Jahr in Braunfels dabei war, konnte den Unterschied sehen, den Gerhard, der aus dem Westerwald der mit Hannelene reist, zustande gebracht hat. Gratulation! Und Joachim hat es dieses Jahr geschafft, trotz anhaltender Vergaser-Probleme mit seiner weinroten 2300 Berlina anzureisen, die einstmals ein Behördenfahrzeug des Bremer Senats war.  Daneben Bernds TR4.

Das Privatmuseum ist mit dem Begriff Kleinod nur unzureichend zu umschreiben. Liebevolle Schatzkammer trifft es da schon besser auf den Punkt. Fiats, Lancias & Co aus den 50ern, 60ern und 70ern.



Das Highlight ganz klar der rote Maserati Sebring, der ganz besonders gut zur Geltung kam, weil er auf einem schmucken Perser präsentiert wurde.


Wie ist der Jens da reingekommen und vor allem -- wie kriegen wir ihn wieder raus??

Anette und Thomas2 haben sich da schon die größere Variante ausgesucht.

Passend zum Beauty-Contest traf dann auch das goldene 2300 S-Cabrio samt Besitzer (dem Rainer nämlich) ein. Eigentlich ist ja jedes Coupé schon ein Sieger und daher fiel es sichtlich schwer, überhaupt die drei Kandidaten für die Podestplätze auszuwählen. Den dritten Platz machten letztlich Gottfried und Margrit mit ihrem blauen servogelenkten Schweizer S Coupé.

Auf dem zweiten Platz landete die wunderbare Limousine von Manfred. Und Jens winterliche Borrani-Putzorgien zahlten sich trotz deren Hackmessern in Form des ersten Platzes aus.

Gut oder besser schlecht, dass so viele, die es auch verdient hätten, nicht prämiert wurden (nicht wahr, Runwalt?), aber Mathias hatte halt nur drei Preise... Und da die Juroren ja nach dem Prinzip der Ahnungslosigkeit ausgewählt worden waren, musste es ja so kommen.....

Dennoch Jens, der Du bis hierher den Text so fabelhaft entworfen hast (ich merke mir das für nächstes Jahr), Du hast es verdient, Sieger zu werden.

Und schließlich profitieren wir als 2300 S Coupé IG ja auch von deinem Glanz, mit dem du den Großen Preis von Österreich am Großklockner Ende September 2015 zusammen mit Hartmut bei Nebel und dichtem Schneetreiben gewonnen hast!


Nach so viel optischem und leiblichem Genuss war etwas körperliche Ertüchtigung genau der richtige nächste Tagespunkt. Ein Barfußpfad-Lauf sorgte nicht nur für Bewegung, sondern auch für eine optimale Durchblutung des Gasfußes. Wer außer Günter hat das eigentlich gemacht? Da habe ich keine Bilder bekommen. Aber vielleicht hat das zu Günters Steptanz hier rechts beigetragen, Barbara gibt den Takt vor.

Der Gasfuß wurde danach jedenfalls kräftig durchgedrückt, um pünktlich zum Grillabend wieder im Hotel zu sein.
Ja also, wie Jens ja schon richtig festgestellt hat, stieß ich erst am zweiten Tag dazu, nein kein Kerzen- oder Zündspulendefekt, sondern kranke Haustiere der größeren Art, und so konnte ich Waltraut zuerst nicht alleine lassen, tat's aber dann doch noch. Dieter hatte ich ja bereits am Donnerstag Hans-Dieter und Marion übergeben, die mit ihrem blauen Renner hier in Kempen vorbei und dann an die Nahe düsten.

Mit meiner Ankunft am Samstag war dann gesichert, dass Hartmut seine Zündung richtig eingestellt bekam und Christoph seinen Scheibenwischer wieder regeln konnte. Und die Kollegen Gottfried und Werner schraubten erst mal Sidis (das ist Anjas Detlef) Lenkrad fest.

Und Günter??? Hat diesmal nicht mal den Kofferraum aufgemacht, geschweige denn die Motorhaube! Premiere! Hier ist der Beweis: keine Haube offen. Und Günter war auch der einzige, der fast immer in der korrekten S-Coupé-Kluft rumlief: mit gelber Kappe!

Das Samstags-Programm hatte ja als Höhepunkt die abendliche Weinprobe in petto, da wir ja das Gerücht über eine überaus charmante Winzerin französischer Provenienz vernommen hatten. Aber nach der Fahrer(in)-Besprechung gab’s zuvor noch jede Menge Super-Programm. Idar-Oberstein wartete auf uns, zuerst mit der Kettenfabrik Jakob Bengel. Dieses Industriedenkmal wurde uns fachkundig vom heutigen Besitzer vorgeführt.

Wir wähnten uns im Jahre 1965 und die gesamte Belegschaft ist gerade zur Mittagspause gegangen....

Mensch, Marion, da kannst Du Dir ja die neue Kette selbst stricken!

Elke und Mathias hielten den ganzen Laden stets zusammen und ihr Dieter hielt sich zurück....


Ja wo war eigentlich Dieter? Auf keinem Foto ist er zu sehen, er muss aber da gewesen sein, denn sein Auto steht ja hier.

Ha, hier hab ich ihn gefunden, mit beiden Armen im Motorraum von Sidis Prachtstück!

Dann konnten wir das Edelsteinmuseum besichtigen, was allerdings mangels Zeit, die wir Herrenfahrer fürs Einparken brauchten, wohl nicht wahrgenommen wurde...........

Am Ende hat es aber doch geklappt, die Landaus hatten dafür gesorgt, dass wir direkt vor dem Museum parken durften!

und wenn jetzt wieder jemand den Dieter vermisst: der fotografiert.

Ok, ich geb’s ja zu, eigentlich war es der Hunger, der uns zum  Mittagessen in den historischen Stadtkern getrieben hat.....

So sind wir dann auch bald aufgebrochen zu Kaffee und Kuchen, die wir in dem idyllischen Fachwerkörtchen Herrstein einnahmen.


Die Rückfahrt zum Hotel war dann mehr oder weniger freigegeben, d.h. der Intelligenz und Lust und Laune der einzelnen überlassen, schöner und länger oder kürzer und falscher....

Gut, wenn das Navi auf „Fahrrad“ steht, werden Leitplanken und schlammige Waldwege zu unüberwindlichen Hindernissen für mein Cabrio und die Entfernung zum Ziel von Minute zu Minute länger. Aber wie gesagt, die moderne Elektronik.........
Dieter war mir da nicht wirklich eine Hilfe, denn sein Navi heißt Helga und sitzt normalerweise rechts neben ihm.

Die Weinprobe am Abend im Weingut Klein& Sohn, das mit dem französischen Flair an der Nahe, war aber dennoch nicht gefährdet, und sie zeigte sich auch von einer etwas anderen Art als gewohnt, denn es gab nicht nur Wein, sondern auch neben einer hochklassigen und charmanten Einführung durch Chefin Veronique auch dazu verschiedene Häppchen, die die verschiedenen Weinsorten unterstützten und geschmacklich neue Horizonte erschlossen.

....im tiiiiiieeeefen Keller sitz' ich hier.......

.... bei eihener Flahasche Spruhudel....

das sieht nur so aus, als hätte es nur Sprudelwasser gegeben!

man sieht's an Hans-Dieter, der im Gegensatz zu Marion schon leicht weggenippelt zu sein scheint, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Da ich als Rentner ja an meine Zukunftssicherung denken musste, haben  ich natürlich die Gelegenheit genutzt, ungeahnte Umsätze mit meinem FIAT-Buch und den Aufklebern zu machen!!

Dieter, der aus Kempen und der sonst mit dem Rainer reist, hatte in seinem Fundus gegraben und für Tom1 eine zu seinem Ferrari passende Fahne mitgebracht, die Hans-Dieter überreichen durfte. Na ja, so toll steht die den beiden Herren ja doch nicht, da kommt Maryam schon besser damit zurecht!


Unser Hotel lag in einem Naturschutzgebiet, das für den intensiven Nachtigallengesang bekannt war. Ok, nach 2,2 Promille sollte uns das wohl verborgen bleiben, aber denkste: wenn so ein halbes Dutzend Nachtigallen schlagen, wird der coolste FIAT-Fahrer wach und macht ein paar Tonaufnahmen, die hier leider nicht wiedergegeben werden können.

Und da ich sowieso nicht mehr schlafen konnte, hat es ganz gut gepasst, dass ich in dieser Nacht eine Generation nach hinten geschoben wurde: Nu bin ich OPA.

Was uns bis zum Schluss ja ein Rätsel geblieben ist: was macht Gerhard da eigentlich? Ist das eine frühheidnische Götterverehrung? Ein Blick in den Hades? Oder der in Neubukow übliche morgendliche Frühsport?  Oder sucht er das S Coupé von Thomas2? Wir werden ihn 2016 fragen!

Liebe Landaus, zum Schluss noch einmal unser herzlicher Dank für Eure großartige Ausrichtung des Treffens 2015, das uns ewig in Erinnerung bleiben wird!


Für das Jubiläumsjahr 2016, das uns das 25-jährige Silberjubiläum unserer IG bescheren wird, haben sich zwei alte Hasen gefunden, nämlich Agnes und Runwalt, die uns ja bereits 2012 mit dem Münsterland-Treffen erfreut haben. Ciao, a la prossima volta!


Jens (im Mai 2015) und Rainer (im Oktober 2015)