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Von Peter-David-Göhr †

Wie in jedem Jahr stehen bei mir zwei einwöchige Italienurlaube an. Freunde von mir warten schon darauf, daß mir der Kurdirektor des kleinen Ortes - welches wird nicht verraten - die goldene Nadel für den treuesten Feriengast verleiht. Es ist übrigens auch immer das gleiche Hotel - welches, wird aber ebenfalls nicht verraten. Besonders beliebt bin ich im Hotel und in der direkt danebenliegenden Tankstelle, weil ich grundsätzlich mit Oldtimer anreise - "La bella macchina". Nachdem im letzten Jahr unsere Tochter Alice-Catherine zur Welt kam und nachdem die Fahrt im Maserati im letzten Oktober, besonders nachdem meine beiden Frauen sich für den Winter neu eingekleidet hatten, in Bezug auf den Platz im Auto etwas eingeschränkt war, mußte ein neuer Familien-Oldie her.
So kam das Angebot im Januar genau recht. Ein Fiat 2300 S Coupé, der seit sieben Jahren sein Leben im Rheingau fristete, stand zum Verkauf. Sicher hatte das Fahrzeug einige Mängel, aber ich bin eben ein echt glücklicher Spontankäufer und Freund der "Rolling Restauration".
Also die Technik überprüfen, einen Satz neue Reifen, einen kleinen Rostschaden am linken vorderen Kotflügel beseitigen, alle Öle wechseln, neue Kontakte und Zündkabel, die Sitze und Rückbank zum Sattler, neue Scheibenwischer, die Teppiche in die Reinigung, neue Scheinwerfer und zu guter Letzt ein neuer Verteiler sollten das Auto für den ersten Italientrip fit machen. Ach ja, nicht zu vergessen der Einbau von einem Beckengurt zur Befestigung des Kindersitzes.
Am 14.3. ging es los, bei strömendem Regen in Richtung Basel. Alles, was ich über den Fahrkomfort und die Spurtreue gelesen hatte, war auf ausgiebigen Testfahrten getestet und für wahr befunden. Und auch der Buggy paßte ganz bequem in den Kofferraum. Mit ca. 4000 Umdrehungen bin ich bestens im Autobahnverkehr mitgeschwommen und mein Auto schien sich offensichtlich schon auf die erste Tankfüllung Super verbleit in Italien zu freuen. Da ich erst um die Mittagszeit losgekommen war und wir unserer Tochter eine nicht zu lange Fahrt zumuten wollten, war eine Übernachtung in der Schweiz geplant. Ich wollte es eigentlich bis hinter den Gotthard schaffen, aber dann machte mir mein Auto einen Strich
durch die Rechnung.


Ja, es sind immer die kleinen Dinge, die die große Wirkung haben.
Vor Luzern setzte einmal wieder der große Regen ein und bei mir sollte das Licht einsetzen, doch stattdessen zerbröselte der Lichtschalter unter meiner linken Hand und wir standen im "Dunkeln". Also ganz schnell ein Motel suchen, so lange es noch hell war, etwas Gutes essen und den Schaltplan studieren. Irgendwie mußte der Schalter zu überbrücken sein.

Nach dem Essen ein erster Versuch, an den Schalter zu kommen - keine Chance. Also eine andere Lösung, nämlich das Licht direkt über die Sicherungen zu schalten - es funktionierte. Wer sie braucht, kann die Lösung gerne von mir bekommen.
Am nächsten Morgen ging es dann gut beleuchtet durch den Gotthardtunnel. Der Rest der Reise kein Problem mehr - doch als Mensch der etwas schüchternen Sorte traute ich mich ab und zu nicht an mein Auto, wenn einmal wieder eine Gruppe älterer Italiener um mein Auto standen, um es zu bewundern. Das 2300 S Coupé ist eben auch in seinem Heimatland eine echte Rarität.Ach ja, in diesem Jahr geht es ausnahmsweise dreimal nach Italien. Im Mai fahren wir an den Gardasee und wollen uns den Start und Teile der Mille Miglia ansehen. Frau und Tochter werden dabei sein und fragt Euch einmal, mit welchem Auto ich fahren werde.


Mit besten Grüßen aus Langen