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Wasserpumpen sind aufgrund ihres altersbedingten Verschleißes ein nicht ganz so selten vorkommender Pflegefall. Der Ausbau der Wapu stellt den versierten Schrauber vor keine Probleme. Zwar es etwas fummelig, bei eingebautem Motor an die Befestigungsschrauben dran zu kommen, aber es geht. Zunächst sind der Lüfter und der Keilriemen abzunehmen, die Riemenscheibe mit dem Elektromagneten bleibt aber dran. Hat man das Teil dann endlich in der Hand, so ist der hintere Deckel abzuschrauben, um an das Pumpenrad zu kommen. Diese Deckelschrauben sind aber in der Regel heftig korrodiert, so dass sie erst mal mit Rostlöser und eventuell mit leichten Schlägen auf den Hinterkopf gefügig zu machen sind. Zwischenzeitlich ist der  Elektromagnet nach Vorschrift zu zerlegen, bis nur noch die in hellen (und meist rissigen) Kunststoff eingegossene Spule übrig bleibt.

Soweit so gut, bis hierher ist kein Spezialwerkzeug vonnöten. Wer das Glück hat, eine neue Ersatzpumpe im Regal liegen zu haben (zum Beispiel vom Lada, die passen soll), der kommt aber trotzdem nicht weiter, denn man muss ja den Elektromagnet des Lüfters von der alten auf die neue Pumpe umbauen.Ohne spezielle Abzieher geht da garnix, außer kaputt. Wie es aber gehen kann, demonstriere ich auf den folgenden Bildern, deren Zustandekommen ich dem Engagement von Fiat-Freund Gottfried Tschumi verdanke, denn er ließ es sich nicht nehmen, in Erinnerung an sein eigenes früheres 2300 S Coupé, in seiner mechanischen Werkstatt zwei tolle und absolut professionelle Abzieher anzufertigen und mir zu Verfügung zu stellen.  Dies kommt nun allen Fiat-Freunden zugute: Wer mir seine Wasserpumpe zuschickt, bekommt sie zerlegt von mir zurück. Einzige Bedingung: Rückporto beilegen! Also los geht’s!

Zuerst wird das Pumpenrad abgezogen. Im Rad sind zwei Gewindelöcher, in die zwei Schrauben zur Befestigung der Abzieherplatte eingeschraubt werden.

Schraubt man dann die Gewindespindel ein, wird das Pumpenrad von der Welle gezogen, auf die es nur aufgepresst ist.

Nun kommt man an die Dichtbuchse ran, die man nur ausbauen sollte, wenn man eine neue hat und die alte undicht ist.

Jetzt kommt die Vorderseite der Pumpe dran, wo Riemenscheibe und Magnet sitzen. Im Prinzip geht es hier ähnlich zu, nur der Abzieher ist anders und ungleich kräftiger, denn der Magnet sitzt sch...ön fest auf der Welle.

Der Spezialabzieher wird auf das Außengewinde des vorderen Wellenendes geschraubt und die Gewindespindel drückt innen auf die Pumpenwelle und zieht den Magneten ab.


Es ist dabei ein Kraftaufwand erforderlich, der um das Gewinde des Abziehers bangen lässt, aber das Tschumi-Stück hat seine Bewährungsprobe glänzend bestanden.

Nur nebenbei erwähnt: da sitzt ja auch noch der Kohle-Schleifkontakt in seiner Plastikhülle, fest eingebacken in das Alugehäuse der Pumpe. Wer seine Welle zerlegt haben will, darf nicht erwarten, dass ich an das Teil dran gehe, denn bei fünf  Versuchen habe ich das Teil nie zerstörungsfrei herausbekommen.

Hier wird bereits die kleine Madenschraube sichtbar, die Lager und Welle im Gehäuse hält.

Schön, nun sind beide Wellenenden nackt und erst jetzt kommt man an die kleine Madenschraube heran, die die Welle samt Lagerung fixiert. Auch hier: Geduld und Rostlöser wirken Wunder.

Das wars, der Zusammenbau geht in umgekehrter Reihenfolge, die Teile müssen halt wieder aufgepresst werden, unter Zuhilfenahme so hochspezieller Werkzeuge wie einem Schraubstock und diverser Steckschlüsselnüsse. Und etwas Bastlerkreativität. Halt, ganz so trivial ist es doch nicht, bitte ins Werkstatthandbuch schauen, denn fürs Aufpressen insbesondere des Magneten gibt es genaue Maßvorschriften, damit der Schleifkontakt später richtig schleift.......

Rainer Schön